Lazarus

I`m in heaven“ – es hämmert immer und immer wieder auf meinem Kopf ein. Es durchbohrt mich nahezu. Diese Nachricht voll Leid, Tragik, Schmerz .. die Nachricht von seinem Tod.

I`m in heaven“ – ich sehe die Hand, die sich unter dem Bett langsam und behebig und dennoch zielstrebig hinauf bewegt, immer näher rückt, aufdringlich und lästig das Gefühl gibt, sich nach meinem Leben auszustrecken. „Verschwinde von mir“, beginne ich zu schreien, .. „lass mich in Ruhe … hast du nicht schon genug angerichtet?“

Schlaftrunken besinne ich mich langsam, dass der Arm nicht mir gilt. Ich fühle den kalten Schweiß an meiner Stirn, an meinem Hals, auch mein Oberkörper ist klatschnass. Mein Herz rast, meine Schläfen pochen drauf los, mein Hals kratzt ein wenig wegen dem Gebrüll.

„Das ist kein Traum“, flüstere ich, „sie haben es doch zu oft im Radio erwähnt, ich habe es im Internet gelesen und all die Berichte ..“

Ich wünschte mir, nicht wach zu sein und diese Nachricht einfach nur meinem Alptraum anzulasten. Aber ich sehe es klar und deutlich vor mir. Unabdingbar. Nicht zu leugnen.

Bowie ist tot.

Ich nehme einen Schluck Wasser, wanke in Richtung Stereoanlage, betätige wenige Minuten vor 4 Uhr den Power Button des Radios und vernehme auf FM4 schmerzerfüllt – LAZARUS

I`m in heaven“ – Mitsamt dieser Nachricht voll Leid, Tragik, Schmerz .. die Nachricht von seinem Tod.

db 🖤

 

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