Mutig nähert er sich dem Abgrund, beinahe etwas ängstlich, vorsichtig. Die Herangehensweise liegt wohl im Auge des Betrachters. Er selbst empfindet es als mutig und nur darauf kommt es ihm an.
Zu lange schon, viel zu lange hat er Rücksicht auf sein Umfeld genommen, gemacht und getan, gehört und gefühlt, was andere wollten und dachten. So sehr und so lange Rücksicht auf all das genommen, dass er samt seinen Empfindungen sehr schnell ins Hintertreffen geriet. Von Fühlen war schon längst nicht mehr die Rede. Vom Fühlen, was Leben ist. Sein Leben.
Mutig nähert er sich dem Abgrund. Noch ein Mal möchte er seinen Blick in die Ferne schweifen lassen. Noch ein Mal möchte er fühlen, was Leben ist. Sein Leben. Und nur darauf kommt es an.